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Dschingis Khan und seine Erben

 
Do, 16.06.2005
 
Bundeskanzler Schröder bei der Ausstellungseröffnung
Foto: REGIERUNGonline/WienkeVergrößerung
Schröder: Ausstellung ist ein Stück mongolischer Identität 
 
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Kontext
>> Wieczorek-Zeul: "Mongolei ist Vorbild in Nutzung erneuerbarer Energien"
>> Informationen zur Ausstellung
>> Länderinformationen: Die Beziehungen zur Mongolei
 

Gemeinsam mit dem Premierminister der Mongolei, Tsakhia Elbegdorj, hat Bundeskanzler Gerhard Schröder die Dschingis Khan-Ausstellung in der Bundeskunsthalle eröffnet. Das Weltreich der Mongolen kann vom 16. Juni bis 25. August bewundert werden.


"Wir haben darüber gesprochen, warum gerade im achthundertsten Jahr der Feierlichkeiten Dschingis Khan eine so große Rolle im Leben Ihres Landes spielt", sagte der Kanzler am 15. Juni in seiner Eröffnungsrede. "Die Ausstellung will nicht nur das mongolische Reich auf dem Höhepunkt seiner Macht vorstellen. Es ist auch der Versuch, bei aller Differenziertheit, die nötig ist, ein Stück Identität herzustellen, Identität nach all den Veränderungen, die Sie, in Ihrem Land erlebt haben. Die Schau will also aufklären, sie will aber auch erzählen."

Politische Themen

"Deutschland hat die Mongolei zu einem Schwerpunktland der Entwicklungszusammenarbeit gemacht und das aus guten Gründen", sagte Schröder nach dem Gespräch mit Elbegdorj am Nachmittag.

Kanzler Schröder empfängt Premierminister Elbegdorj in Bonn
"Es gibt mehr als 30.000 Mongolen, die deutsch sprechen, und in der Mongolei besteht der feste Wille, die Pflege der deutschen Sprache auch zu einem Anliegen der Regierung zu machen", so der Kanzler. In Deutschland studieren 2.000 mongolische Männer und Frauen.

Schröder wies auf die positive Entwicklung auf dem Gebiet des Tourismus und die steigende Zahl der deutschen Reisenden hin, die reges Interesse an der Mongolei zeigten.

Deutschland und die Mongolei werden auch die Zusammenarbeit auf den Gebieten der Ausbildung, der Wissenschaft und moderner Technologien verstärken.

Der mongolische Regierungschef, der sich auf Einladung des Bundeskanzlers vom 14. bis 16. Juni 2005 in Deutschland aufhält, hatte zuvor in Berlin auch mit Bundesentwicklungsministerin Wieczorek-Zeul gesprochen. Sie bezeichnete die Mongolei als Vorbild für die Nutzung erneuerbarer Energien. Im vergangenen Jahr hatte Deutschland der Mongolei in gemeinsamen Regierungsverhandlungen 24 Millionen Euro für einen Zeitraum von zwei Jahren zugesagt, die vor allem im Energie- und Umweltbereich sowie in der Wirtschaftsförderung eingesetzt werden.

Deutschland unterstützt Reformprozesse in der Mongolei

Premierminister Elbegdorj bedankte sich für die Unterstützung des Transformationsprozesses in seinem Land durch die Bundesregierung seit 1990.

"Die Mongolei ist das erste Land, welches den politischen und wirtschaftlichen Reformprozess in Asien parallel gleichzeitig erfolgreich durchführt", sagte Elbegdorj. So habe das Wirtschaftswachstum seines Landes im vergangenen Jahr zehn Prozent betragen.

 
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